Der Arbeitsmarkt
Jobchance für Ausländer in der Schweiz
Für viele Ausländer scheint die Schweiz paradiesische Arbeitsbedingungen zu bieten. Die Schweizer genießen eines der weltweit höchsten Gehaltsniveaus, und trotz des Jobabbaus während der Rezessionsjahre Anfang der 90er Jahre zählt die Arbeitslosenquote noch immer zu den niedrigsten in Europa.
Bezüglich der Anstellung von ausländischen Arbeitskräften ist die Schweiz für Ihre restriktive Einwanderungspolitik und Ihr Quotensystem für Arbeitsgenehmigungen bekannt. Obwohl dieses System auf den ersten Blick sehr rigide erscheint, sind die tatsächlichen Jobchancen in der Schweiz sehr viel höher, als es die offizielle Einwanderungspolitik glauben lassen mag.
De facto ist die Zahl der in der Schweiz arbeitenden Ausländer während der vergangenen Jahre kontinuierlich gestiegen. Inzwischen arbeiten mehr als 1,5 Millionen Ausländer in der Schweiz. Der Ausländeranteil der Bevölkerung liegt bei 20% der Gesamteinwohnerzahl und ist ein Schlüssel für den wirtschaftlichen Erfolg des Landes. Nach der Schweizer Gesetzgebung müssen ausländische Arbeitnehmer unter den gleichen Arbeitsbedingungen und Gehältern wie Schweizer angestellt werden.
Seit 2002 regelt ein bilaterales Abkommen zur Personenfreizügigkeit den Aufenthalt von EU-Bürgern in der Schweiz. Trotz einiger Übergangsbeschränkungen erleichtert das Abkommen die Einreise, den Aufenthalt und die Arbeitsaufnahme in der Schweiz. Die Beschränkungen für Nicht-EU-Bürger sind gleichzeitig strikter geworden.
Bei Ihrer Jobsuche sollten Sie die enormen regionalen Unterschiede des Schweizer Arbeitsmarkts beachten. Genf hat mit 50% den höchten Anteil von ausländischen Arbeitnehmern, von denen viele in den internationalen Institutionen arbeiten. Die Finanzbranche ist traditionell vor allem in Zürich vertreten.
Sprachen
Wie in jedem fremden Land sind auch in der Schweiz lokale Sprachkenntnisse ein definitiver Vorteil im Arbeitsalltag. Bei Ihrer Jobsuche sollten Sie daher die Sprache der Region berücksichtigen, in der Sie arbeiten möchten. Offiziell gibt es in der Schweiz vier Sprachen: Deutsch (von 64% der Bevölkerung gesprochen), Französich (19%), Italienisch (8%) und Rätoromanisch (1%).
Falls Sie in einer internationalen Institution oder einem multinationalen Konzern arbeiten, können Sie ggf. auch nur mit Englischkenntnissen zurechtkommen. In lokalen Schweizer Firmen werden Sie jedoch immer zumindest Grundkenntnisse der jeweiligen Sprachen benötigen.
Weitere Artikel in diesem Kapitel
- Der Arbeitsmarkt: Jobchance für Ausländer in der Schweiz
- Jobsuche: Wie Sie in der Schweiz einen Job finden
- Arbeitserlaubnis: Vergabekriterien und Antragsverfahren
- Bewerbungen: So überzeugen Sie einen Schweizer Arbeitgeber
- Qualifikationen: Anerkennung von Abschlüssen und Qualifikationen
- Arbeitsbedingungen: Gehälter, Arbeitzeiten und Urlaubsansprüche
- Sozialversicherung: Das Schweizer Sozialversicherungssystem
- Arbeitslosenversicherung: Ansprüche auf Arbeitslosengeld in der Schweiz
- Altersvorsorge: Die drei Säulen der Schweizer Rentenversicherung
- Unfallversicherung: Unfälle am Arbeitsplatz und zuhause
Kommentare anderer Nutzer
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Arbeiten können Ausländer in der Schweiz. Mehr aber nicht.
Ja sie brauchen Ausländer die verschiedene Jobs erledigen. Es ist aber nicht so dass die Schweizer diese Tatsache sehr freut. Seit euch bewusst, dass ihr dort nur Gäste seit. Ihre Mentalität werden die wenigsten Ausländer verstehen und das wollen die Schweizer auch so. Die vielgelobte Schweizerische Freundlichkeit ist nur vordergründig. Sobald Schweizer unter sich sind wird anders geredet.-
Arbeiten können Ausländer in der Schweiz. Mehr aber nicht.
...nicht nur untereinander - auch direkt gegenüber den dort arbeitenden Ausländern. Was man sich hier so anhören muss, grenzt bedauerlicherweise nicht immer nur teilweise an Rassismus. Die Atmosphäre, die die allgegenwärtigen SVP-Werbungen (Schwarze Schafe, zahllose Hände von Farbigen, die nach Schweizer Pässen zu gieren scheinen und nicht zuletzt die Raben, denen die Schweiz via Bilaterale zum Frass vorgeworfen wird) tragen nicht gerade zum Wohlfühlfaktor bei. Der ständig zur Schau gestellte Nationalstolz wirkt nach einiger Zeit so, als müsste hier ein massiver nationaler Ego-Komplex bewältigt werden, den man als Außenstehender wohl nur schwer nachvollziehen kann. Genauso wirkt die Problematik, die aus "Hochdeutsch sprechen (müssen) im Umgang mit Nichtschweizern" mit grossem Eifer konstruiert wird, nach einigen Monaten deprimierend lächerlich.
Für mich haben diese und andere Faktoren das Antlitz des Traumlandes Schweiz, dass in vielerlei Beziehung als mögliches ökonomisches und ökologisches Vorbild für seine europäischen Nachbarn dienen könnte und sollte(?), mit Kleinbürgerlichkeit, selbtgefälligem Spießertum, Ausländerfeindlichkeit, Intoleranz und kleinstaatlicher Ichbezogenheit so entstellt, daß ich - für meinen Teil - mehr und mehr die Hoffnung verliere, die zahlreichen guten Eigenschaften dieses schönen Fleckchen Erdes doch noch eines Tages ohne einen bitteren Beigeschmack genießen zu können.
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Leider Tatsache
Als Ausländer, der in der Schweiz geboren und aufgewachsen ist, bzw. immer noch in diesem Land lebt, muss ich den beiden anderen Kommentaren recht geben. Gegen Osteuropäer haben Deutschschweizer so oder so was, seit einiger Zeit auch was gegen Deutsche. Die momentane weltweite Rezession und Arbeitslosigkeit, die auch in der CH zu spüren ist, fördert den rechtsrutsch natürlich auch. Gut möglich, dass die französischsprachige Schweiz jedoch wie bei manch anderen Sachen weitaus offener ist. Wer zu den Sündenbock-Nationalitäten gehört, soll ein möglichst dickes Fell mitbringen und sich nicht allzu ernst nehmen um den Klischees nicht zu entsprechen. Schaut, dass ihr auch gleichgesinnte Immigranten als Ansprechspersonen habt, falls es nicht auf Anhieb klappt Schweizer Freunde zu finden.
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